Spritverbrauch ST1100

  • Halte ich für ein Gerücht,

    rein mathematisch ist der Verbrauch pro 100km bei Standgas und 0 km/h unendlich.

    Aber wir zerschießen den interessanten Thread.

  • rein mathematisch ist der Verbrauch pro 100km bei Standgas und 0 km/h unendlich.

    GOO


    Genau das hat das Instrument in meinem BMW E30 auch angezeigt, wenn man mit laufendem Motor an der roten Ampel stand.


    Die Frage nach der Geschwindigkeit des geringsten Verbrauchs ist nur schwer zu beantworten, da die Zusammenhänge ziemlich komplex sind. Der dominierende Fahrwiderstand ist der Windwiderstand und der steigt mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Bei Tempo 100 ist er also viermal so hoch wie bei 50 km/h, bei 150 2,25 mal so hoch wie bei 100 und neun mal so hoch wie bei 50 km/h. :shock:


    Bei Elektroautos, die bei jeder Drehzahl den etwa gleichen Wirkungsgrad haben, verhält sich der Verbrauch tatsächlich etwa proportional zu diesen Werten. Die erzielen also nicht etwa "längst nicht die Reichweite, die der Hersteller angibt", sondern jede beliebige Reichweite, wenn man nur entsprechend fährt. :shock:


    Beim Verbrennungsmotor wird's komplizierter. Man kennt vielleicht die Leistungs- und Drehmomentdiagramme aus den Tests in Zeitschriften oder vom Rollenprüfstand. Die Drehmomentkurve ist eine Volllastkurve, die das Atmungsvermögen des Motors über die Drehzahl bei voll aufgerissenem Hahn zeigt. Sie erreicht ihr Maximum irgendwo, wo das Zusammenspiel aus Ansaugquerschnitt, Saugrohrlänge, Steuerzeiten, Auslass ... besonders gut funktioniert und für einen maximalen Gasdurchsatz, hmm, besser: maximale Zylinderfüllung sorgt. Und da sie eine Volllastkurve ist, zeigt sie auch für jede Drehzahl den maximal erreichbaren Treibstoffverbrauch. Mehr als hier zu sehen packt er einfach nicht.


    Wenn Motorenentwickler vom Verbrauch reden, meinen sie damit nicht Liter pro 100 km, sondern den spezifischen Verbrauch in Gramm pro PS-Stunde. (Zumindest war das früher die Maßeinheit. Heute heißt sie möglicherweise g/kWh.) Den kann man simpel auf dem Prüfstand messen, indem man den Motor bei allen möglichen Drehzahlen und allen möglichen Lasten unterhalb der Vollast gegen eine Wirbelstrombremse arbeiten lässt. Das Ergebnis ist ein riesiger Zahlenfriedhof, aus dem man Punkte gleichen Verbrauchs heraussiebt und miteinander verbindet. Es entstehen so geschlossene Kurven unterhalb der M-max-Kurve, die eben die Eigenschaft haben, dass der spezifische Verbrauch überall auf dieser Kurve gleich ist. Es gibt dann beispielsweise eine 450g/PSh-Kurve, die die 400g/PSh-Kurve umschließt, innerhalb der sich die 350g/PSh-Kurve befindet usw. Sieht ähnlich aus wie Höhenlinien auf einer topografischen Landkarte und hört wegen seiner charakteristischen Form auf den Namen "Muscheldiagramm". Die Muscheln werden mit abnehmendem spezifischen Verbrauch immer kleiner und streben irgendwo auf den "besten Punkt" zu, bei dem der Motor den geringsten spezifischen Verbrauch und damit den höchsten Wirkungsgrad hat. Typischerweise liegt der bei etwa 80% Last und 80% der Drehzahl des besten Drehmoments. Dort gibt's also nicht etwa den absolut niedrigsten Verbrauch, sondern den meisten Bums für's Geld. Treibt der Motor einen Stromerzeuger an, dann hat dieser Punkt gefälligst bei 3.000/min (50Hz) zu liegen, treibt er einen LKW, so müssen an diesem Punkt im letzten Gang 80 km/h auf der Uhr stehen usw.


    Mit all diesem Wissen können wir uns nun die Drehmomentkurve unserer 125er Enduro schnappen, die Drehzahl des besten Drehmoments ablesen, im letzten Gang auf etwa 80% dieser Drehzahl beschleunigen, dieses (vermutlich nicht allzu hohe) Tempo halten und uns am resultierenden 1,8-Liter-Verbrauch erfreuen.


    Auf einem 100-PS-Stuhl nutzt es uns jedoch garnix. Die Überschussleistung ist viel zu hoch. Die ST1100 hat ihr bestes Drehmoment glaube ich bei 6.500/min. 80% davon wären 5.200/min = über 150 km/h! Gutes Marschtempo auf der Autobahn, aber viel zu schnell, um Verbrauchsrekorde zu erzielen. Und 80% Last braucht sie nicht annähernd, um dieses Tempo zu halten.

  • Moin Zusammen,


    meine 99er Pan verbrauchte mit den BT021er Reifen bei Solofahrten ca. 4,8 Liter, bei Urlaubsfahrten mit Sozius und Gepäck ca. 6.4 Liter.

    Luftfilter, Kerzen und Schmiermittel werden jedes Jahr gewechselt.

    Letzte Woche bekam ich BT023 aufgezogen und kann über den Verbrauch noch nicht viel sagen. Sieh aber aus, als ob der wie vorher ist.


    Gruß Dirk

    Wer Anderen eine Grube gräbt, hat ein Grubengrabgerät...

  • MoinMoin bin neu hier

    Meine Dicke ist von 2002 ,haben uns die pan 2021 zugelegt . Bis zu unseren kauf hatte sie 54.000km auf der uhr (,ca.3.000km/jahr) 4wochen nach kauf haben wir eine deutschlandtour innerhalb von 3wochen gefahren . der verdrauch lag bei ca.5,5 l .und wie sind keine leichtgewichte.

    gruss aus HH