Ich glaube ich bin alt...

  • Moin,


    https://www.heise.de/newsticke…peicherplatz-4666097.html


    72 TB. Ich habe mit einem C64 und Datasette die ersten Schritte gemacht. Irgendwann kam dann doch ein Floppy her mit 165 kb+Diskettenlocher damit man die Floppies beidseitig benutzen konnte (Für die jüngeren unter uns) ....:shock:


    Und nun gibts SSDs in mehrfacher Terrabytegröße.;-)

    Nur die Frage - wie backupt man solche Datenmengen in vernünftiger Zeit, ja, Streamer-Bibliotheken wo mehrere dieser Geräte eingebaut sind, sind mir auch bekannt - aber zur Hölle, das sind 72tb... Auf DVDs oder Bluerays wird man ja blöd bzw. wenn man damit fertig ist kann man den Rentenantrag einreichen 0))((0


    Ich merke das ich alt bin - an sowas auf jedenfall. Man ich kann mich noch an die Geräusche der Floppies erinnern, und wie kurzlebig manche davon im täglichen Einsatz waren (Ja, hier lief von 85 bis 2009/10 eine Fido-Mailbox. Selbst Fido gibts heute noch :mrgreen:


    Wo ist bloß die Zeit geblieben....Jung, schön und unschuldig -%-

  • Das Quietschen und brabbeln des Modem bei der Einwahl, AOL.............. ;-)

    Ach was, alt ist relativ, die Übersicht hinkt vielleicht etwas.

    Was auch kein Wunder, bei der Geschwindigkeit des technischen Fortschritts, ist.


    Mein erster war ein Schneider CPC 664 mit 3-Zoll-Diskette,

    Tagelang wurden Zeilen aus einer Zeitschrift eingetippt und so einen Einblick ins Programmieren bekommen.

    Nebenbei wurde die Wichtigkeit des "Zwischenspeicherns" entdeckt :mrgreen:

    Feuchte Hände bei Befehl eintippen "run Barbarian.exe" bekommen und dann in der Eiswanne mit "error zeile 14" 22, 28, 33, ............99346 gelandet.

    Der erste PC war ein 486SX25, 1 MB Ram und ne 105MB Festplatte. Später habe ich dann den Arbeitsspeicher auf 4MB erweitert, aus 4 X 256 Riegel wurden 4 X 1MB (320 DM :shock:)


    Dieser hier wurde 2012 zusammen gestellt, keine Ausfälle, die Zeit, die er braucht und Hoch zu fahren, ist hoch, stört mich aber nicht, da ich in der Zeit für Kaffeenachschub sorge.


    Mein nächster hat auf dem Mainboard ne SSD, der steht dann dichter an der Kaffeemaschine :mrgreen:GOO:mrgreen:

    Dieser wird dann zum Linux Testfeld, nur nicht den Kopf einrosten lassen, dann wird man alt

  • Wir sind wohl so in etwa der selbe Jahrgang. Mein erster war ein MSX, konnte sich leider nicht durchsetzen. Danach ein 286. DOS Disketten und Norton-Commander auf Diskette sind noch vorhanden.:shock:

    Mein jetzigen PC habe ich 2008 zusammen gebaut, letztens hat er eine SSD bekommen, reicht vollkommen für meine Bedürfnisse.

  • "Mein erster war ein Schneider CPC 664 mit 3-Zoll-Diskette,"


    einen Schneider CPC 664 habe ich hier noch herumstehen, inkl. Grün- und Farbmonitor, jede Menge CPC-Hefte und Anwendungen - und noch reichlich unbenutzte und verpackte 3"-Disketten.


    Aber ich bin da auch Sammler ;-) hab noch diverse Amigas - u.a. einen in Vollendstufenausbau, mit SCSI und allem Drum und dran. Weiterhin noch´n Atari - Apple-Lisa - einen der ersten Laptops von Epson..............

    Gruss Herbert
    CH-STOC#34
    ----------------
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  • Nur die Frage - wie backupt man solche Datenmengen in vernünftiger Zeit, ja, Streamer-Bibliotheken wo mehrere dieser Geräte eingebaut sind, sind mir auch bekannt - aber zur Hölle, das sind 72tb... Auf DVDs oder Bluerays wird man ja blöd bzw. wenn man damit fertig ist kann man den Rentenantrag einreichen

    Um die eigentliche Frage zu beantworten...

    Streamer Roboter werden heute wohl noch verwendet, zumindest in Unternehmen.

    Die Dinger sind recht teuer und sollten dann automatisch im Hintergrund arbeiten, wenn's Band voll ist, tauscht der Roboter das Band eben aus.


    Für den privaten Bereich werden erstens nicht so hohe Datenmengen anfallen - wer meint seine Videos auf dem Server speichern zu müssen, weil er sie in zwei Jahren vielleicht noch mal sehen will, ist selber schuld.Dafür gibt's (noch) DVDs und BluRay.

    Bei mir läuft die Sicherung der Rechner automatisch ab, ich habe hier zwei NAS Server stehen, einen Seagate (taugt nix, weil man von Seagate alleine gelassen wird, nach dem Kauf gibt's scheinbar keine Updates mehr) und einen Synology, der ist etwas teurer aber gut. Der hat zwei gespiegelte 6TB Platten drin.

    Wenn du einen Synology hast, hast du auch Zugriff auf deren Software, da gibt's ein "Active Backup for Business", da wird auf jedem Rechner ein Client installiert, der Server holt sich die zu sichernden Daten automatisch im Hintergrund, Lediglich die Performance der Clients geht etwas runter, aber normalerweise merkt der unbedarfte Anwender davon nichts. Die gesicherten Daten werden später vom Server auf eine externe USB3 Platte gesichert, die ist 8TB groß. Wenn das nicht mehr ausreicht, stöpsel ich eine neue hintendran.

    Bis jetzt klappt das problemlos, ich habe die Platten auf dem NAS auch noch nicht sehr voll.

    Für den privaten Bereich reicht das völlig, die von Jochen vorgestellte Platte ist nur was für Unternehmen, ich kenne auch deren Preis nicht...

    Wer sich sowas für seine Videos oder Fotosammlung anschaffen will..., siehe oben.


    Ach so, der Synology hat auch noch eine private Cloud, also ein synchronisiertes Verzeichnis, wo man z.B. den Passwortspeicher ablegen kann. Macht ab und zu mal Sinn.

    Ich will nichts in eine Cloud hochladen, die nicht bei mir liegt, wer weiß, was der Anbieter damit macht...

  • Es sind aber nur 30,72TB, für eine SSD noch immer ein ganz schöner Trümmer.

    Zahlen, und ich habe leider auf die Schnelle nicht gefunden was aktueller ist, von 2015 sagen, dass pro Minute Videos mit einer Laufzeit von 300 Stunden auf Youtube hochgeladen werden. Bei einem angenommenen Bedarf von 15MB pro Sekunde sind das 270GB pro Minute an zuwachs und somit wäre deine 30TB Festplatte nach nur ca. 111 Minuten voll. Und das ist nur der Bedarf von Youtube. Die guten rotierenden Festplatten liegen aktuell bei ca. 100TB Kapazität. Das Problem ist bei beiden der Platz der zur Verfügung steht und die Abwärme welche weg muss.

    Nur die Frage - wie backupt man solche Datenmengen in vernünftiger Zeit,...

    Hierfür gibt es das Redudant Array of inexpensive/independent Disk, also ein redundanter Verbund von günstigen/unabhängigen Festplatten, kurz RAID. Wer sich einlesen will, gerne hier lang. Kein Backup aber sorgt schon mal für Sicherheit, dass wenn ein Platte kaputt ist nicht unbedingt alles weg sein muss.


    Bei den großen Diensten kommen aber oft speziell auf die Bedürfnisse des Dienstes angepasste Software zum Einsatz.So werden bei den Cloudspeicheranbietern wie Dropbox, Box, OnDrive, etc. Daten über mehrere Rechenzentren verteilt, es gibt Versionierungen (im Profi, bezahlten Zugang) sodass selbst überschriebene Dateien wiederhergestellt werden können und den virtuellen Mülleimer der selbst die Rekonstruktion von gelösten Daten ermöglicht. Das Zusammenspiel aus RAID und Software stellt dann eine Sicherheitsstufe in der lange Kette dar.


    Ein gutes Backup ist übrigens ein solches welches aktuell ist und an mehrere voneinander unabhängigen Orten gelagert wird. RAID alleine fällt damit als Backup schon mal aus, dient mitunter aber zur Sicherheit falls mal eine Festplatte kaputt geht. Und die Backup Festplatte neben dem NAS in die Schublade legen hilft beim Brand auch nicht mehr. Selbst feuerfest Tresore haben gezeigt, dass Festplatten darin gerne mal wegen der Hitze nicht überleben. Wo man seine zweite Kopie ablegt ist vertrauenssache, meine liegt verschlüsset in der Cloud.

    Grüße aus Berlin


    Andreas


    Bike hard, die old.

  • Ich bin ja so ein bisschen mit Flugsimulation beschäftigt - nennen wir es mal "Amateur mit etwas Anspruch".

    Bis dato war es so, dass man sich einen FS zugelegt hat, der deutlich unter 100 Euronen lag und den man dann (ähnlich, wie man es bei einer Modellbahn macht) immer weiter aufrüstet. Da sind es dann durchaus schon mal 1 TB oder sogar deutlich mehr. Bei mir werden sogar 2 Festplatten benutzt und insgesamt derzeit 1,5 TB.

    So weit so gut. Im Grunde nur möglich, weil eben die Festplatten immer größer werden.


    Aber nun: In 2020 soll der neue FS von MS kommen. Es wird schon reichlich geworben in den Social Medias. Wenn man der Werbung glauben darf, dann soll die ganze Welt ziemlich gut erschlossen sein. Das war bei den bisherigen auch schon so, aber was jetzt kommen soll, ist - wenn man die Previews auf Youtube so ansieht - von der Realität praktisch nicht mehr zu unterscheiden. Naja, man wird sehen, wie es in Wirklichkeit aussieht und vor allem was die sich für ein Bezahlmodell ausdenken und ob das überhaupt unterm Strich bezahlbar bleibt). Dafür geht natürlich deutlich mehr Speicher drauf. So viel, dass es online gehostet wird. Würde ja bedeuten, dass bei fehlendem oder schwächelndem Internet kein Flug mehr möglich ist. Aber - oh Freude - MS hat angekündigt, dass man sich die Daten auch auch nach hause holen kann. Tatsächlich müsste man einen Flug zeitig vorbereiten. Bei einem lokalen Flug mit Kleingeflügel eben eine bestimmte Gegend oder bei Langstrecke ein Korridor mit - was weiß ich - 100 bis 200 nM (nautische Meilen) nach links und rechts.

    Hey super: Wenn man das öfter macht und auf verschiedensten Routen, wird man ja irgendwann alles lokal beieinander haben und müsste nur noch Lücken flicken, um dann irgendwann ein autarkes System zu haben!

    Der kleine Haken: Man spricht von - und jetzt kommt's - über 2 PETAbyte! Na dann......warten wir mal ab, wann Festplatten kommen, mit denen man das lokal darstellen kann. Da müssen wir uns wohl - nach aller bisheriger Gegenwehr - doch mit der Cloud anfreunden. Und ich bin mal gespannt, was das für den Traffic bedeutet, wenn 1000e Nutzer gleichzeitig im virtuellen Luftraum unterwegs sind.

    Schon jetzt - also bei lokal gespeicherten FS-Daten mit einem Bruchteil des Volumens - ist es so, dass sich so ein FS-System auch schon mal (wenn es mal ein bisschen viel auf einmal wird) eine kurze Auszeit nimmt, um Texturen, Terrrain, Meshes, Landclasses, Wetter, Verkehr..... nachzuladen. Von der Festplatte! Weswegen ernsthafte FS-Nutzer eben auch gern auf SSDs zurückgreifen. Und diese Datenmengen werden sich vervielfachen und das soll dann live während eines Fluges durch einen Flaschenhals namens Internet.....


    Ich hätte bei mir mit 1 Mbit/sec anzubieten, was bezogen auf den Durchsatz auch von einer konventionellen Festplatte eher lächerlich ist....... viele andere hier in Deutschland sind da deutlich schaumgebremster angebunden und der Bedarf nach mehr lokalem Speicher wird "in der Szene" vermutlich regelrecht eskalieren

  • Ein gewöhnliches Rechenzentrum als Mischung aus Rechenleistung und Speicherkapazität kann ca. 60.000 Festplatten fassen. 60.000*100 TB= 6.000.000 TB = 6.000 PetaByte(PB) = 6 ExaByte(EB) da ist genug Platz für deinen Flugsimulator-%-


    Bei der Internetverbindung bin ich bei dir. Willkommen im Breitband-Himmelreich Deutschland. Ich wohne in Berlin und komme nicht über 6Mbit/s downstream und 0,5MBit/s upstream. Reicht gerade für einen Videostream bei Netflix/Amazon, wehe meine Frau will was anderes sehen.

    Grüße aus Berlin


    Andreas


    Bike hard, die old.

  • Willkommen im Breitband-Himmelreich Deutschland. Ich wohne in Berlin und komme nicht über 6Mbit/s downstream und 0,5MBit/s upstream.

    Du Glücklicher. Wir wohnen am Rande des Vogelsberges und fühlen uns schon digital privilegiert. Der große graue Kasten mit dem Schild "Ich stehe hier für schnelles Internet" steht nur 200 m weiter.* Wir haben hier bereits 1,3 MB/s down und 0,31 MB/s up. 15 km weiter östlich muß man seine Daten auf nen Stick ziehen und persönlich überbringen. Selbst bei der Feuerwehr gibt es dort noch den wichtigen Posten des (motorisierten) Melders. Ne tolle Mopedecke übrigens, nur crashen sollte man dort nicht.


    * ich wollte schon immer ein Schild dazu hängen "Und wann kommt's?"

    Ich wünsche jedem trockene Füße und warme Hände GOO
    Es grüßt der Waldschrat