Work-Life-Balance optimieren

  • Heute beginnt mein nächster Lebensabschnitt :mrgreen:

    Da ich schon alles habe, was ich brauche, reduziere ich mein Gehalt und meine Arbeitszeit ab heute auf 75 %.

    Das heißt, ich arbeite die letzten neun Jahre bis zur Rente nur noch von 7 - 13 Uhr und habe eine Woche voller Freitage :lol:


    Als Bewohner des Bayerwaldes und Donauanrainer hab ich jetzt jeden nachmittag Zeit für Kurven, Hausbootbau und Luftfahrt :mrgreen:

  • Tommy, mach das. Ich habe vor 17 Jahren (mit 48) meine Arbeitszeit auf "0" (zwangs) reduziert und das Gehalt dadurch ebenfalls auf 75% gekürzt bekommen. Und was fehlte mir? Gar nix. War damals politisch so gewollt und ich habe nicht NEIN gesagt. Wenn alles andere drumherum passt ist das eine Verbesserung der Lebenesqualität.

    Gruß, Hannes

    Der Weg sei das Ziel;
    Das Ziel ist im Weg;
    Weg mit dem Ziel!

  • Sehr gut GOO. Für kürzere Arbeitszeiten hatte ich mich für die letzten 5 Arbeitsjahre auch entschieden, allerdings nicht für täglich kürzer, sondern für Variante Mo-Mi arbeiten, Do+Fr generell frei .. für mich hinsichtlich lange Wochenenden effektiver ;-). Viel Spaß im neuen Lebensabschnitt :lol:

    Passionierter Biker :p
    -----------------------------

  • Eine weise Entscheidung, Tommy. Mein Glückwunsch.

    denkt daran, bei dem Wetter kein Bier im Auto zu vergessen GOO
    Es grüßt der Waldschrat

  • Ich wurde mit knapp 49 Lenzen im September 2007 nach 30 Dienstjahren vorzeitig wegen BS-Vorfall in die dauerhafte Frühpension geschickt. Ich hatte dann netto einen Tausender weniger, inzwischen natürlich auch eine gekürzte Pension, aber ich habe dem frühen Austritt aus dem Arbeitsleben nie nachgetrauert. Ich bin weiterhin Motorrad gefahren, war immer im Urlaub, der Kühlschrank war voll und das Licht brannte auch.


    Diese verfrühten Jahre ohne "Jawoll Chef", ohne Wochenend- und Nachtdienste, sind eigentlich unbezahlbar. Alle, die bis zum bitteren Ende den vollen Altersbezügen hinterher hecheln und dann gfls zu früh abtreten und von der Rente(Pension nichts mehr haben, gilt mein Bedauern, da was falsch gemacht zu haben. Das gilt natürlich immer nur unter der Prämisse, dass man sich das mit Verzicht auf mehr Komfort und Wohlstand (= Altersbezüge) leisten kann. Mir fiel der Verzicht nicht so schwer, gleichwohl ich weiss, dass man als Beamter in Sachen Versorgungsbezüge als Frühpensionär und auch danach finanziell besser gestellt ist, als diejenigen, die von den Zahlungen der Rentenkasse leben müssen.


    Unser Forumskollege Pan-Isi (65) aus Baunatal, mit dem ich mich letzte Woche Mittwoch noch am Diemelsee traf, erlitt am gleichen Abend einen Schlaganfall, kämpft seither auf der Kasseler Intensivstation um sein Leben (dazu gesellte sich am Folgetag Nierenversagen, Lungenentzündung, 600er Zuckerwerte und ein leichter Herzinfarkt). Oder der plötzliche viel zu frühe Abgang von Klappohr, all das sollte man im Auge haben, wenn sich trotz finanziellem Verzicht eine Gelegenheit bietet, den Ruhestand eher wahrnehmen zu können.

  • ich hatte mich mit 49 Jahren aus gesundheitlichen Gründen aus dem Berufsleben verabschiedet. Meine Rente wird berechnet, als wäre ich mit 63 (?) aus dem Erwerbsleben geschieden. Die Rente ist knapp, aber ich spare mir täglich 100 km Autobahn und ein Auto - das gleicht sich ja schon fast aus.

    Nachteil: ich darf nicht arbeiten, auch kein Ehrenamt in nem Verein / Hilfsorganisation. Damit muß ich nun irgendwie leben... -%-

    Zu meinem großen Glück hatte ich mich in der Lehrzeit für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entschieden, welche meine Rente in etwa verdoppelt.


    Im Endeffekt stehe ich finanziell besser da, muss nicht mehr täglich aufstehen und brauche keinen Cheffe mehr - alles richtig gemacht. :mrgreen:

    denkt daran, bei dem Wetter kein Bier im Auto zu vergessen GOO
    Es grüßt der Waldschrat

  • Klar,

    einerseits hat man mehr Zeit zum Leben, kann seinen Tagesablauf selber einteilen und hat keinen Chef mehr.

    Andererseits muss man sich das auch leisten können, was hilft einem die Zeit und das Moped, wenn man den Sprit nicht mehr kaufen kann?


    Ich sehe vor meinem geistigen Auge die Rentner auf dem Frankfurter Hauptbahnhof, die die Mülleimer nach Pfandflaschen absuchen. Das macht mich schwer traurig .


    Ich selber habe einen Job, bei dem mir kein Chef über die Schulter guckt, ich kann zuhause arbeiten und mein Job macht mir Spaß.

    Die Kohle stimmt, was will ich mehr?


    Wenn ich höre, dass einige schon 20 Jahre vor offiziellem Renteneintritt zuhause geblieben sind, kann es schon sein, dass sie sich etwas strecken müssen.

    Ja, Olli, gilt nicht für Beamte, schon klar...

  • Wie sagt mal ein weiser Mann: ist doch nur Geld -%--%-
    Ich hab nur noch 18 Monate, wenn ich länger müsste, würde ich mir das auch überlegen

    Gruss aus der Schweiz :lol:


    Egon




    Bei manchen Leuten ist selbst ein Gehirnschlag ein Schlag ins Leere.....


    Fahr nie schneller als Dein Schutzengel fliegen kann

  • Hauptproblem: das muß irgendeiner bezahlen/erwirtschaften.-%-

    solange die Rentner noch die größte Wählergruppe stellen, mach ich mir keine Sorgen.

    So häufig, wie ich Rentenerhöhung bekomme, gab es früher keine Lohnerhöhung...

    denkt daran, bei dem Wetter kein Bier im Auto zu vergessen GOO
    Es grüßt der Waldschrat