BHKW Remotezugriff

  • Hallo,


    ich hab hier ein bisschen älteres BHKW "geerbt", das oft Zicken macht, die man früher "remote" beheben konnte. Weil die liebe Firma Senertec so freundlich war und ihren DialUp-Server irgendwann in den 2010 Jahren geschlossen haben, und keinen IP-Ersatz bereit gestellt haben (Gibt zwar mittlerweile ein Nachrüstkit, aber da kann ich mir auch gleich ein neues kaufen.0))((0), muss jetzt der Techniker unserer Wartungsfirma jedes mal wenn eine Störung anliegt zu uns kommen, und kann nicht "remote" schauen, was das BHKW für ein Wehwehchen hat (Nach 64k Betriebsstunden sind das ungefähr ~500 000km). Wie gesagt, die Telefonleitung läge noch, DSL wäre auch vorhanden, und nicht weit weg ein Ethernetswitch (Im Keller steht das gemeinsam genutzte Datengrab)


    Jetzt wäre meine Idee, statt einem Modem ein seriell-Ethernet Adapter anzuflanschen, eine Subdomain einzurichten (Ich habe eine dynamische Adresse, bzw könnte das einrichten, den Adapter in meiner Fritzbox freigeben und der Zugriff wäre möglich...


    Hat das schon mal jemand hier realisiert, bzw. könnte ein seriell-Ethernet Adapter eine Lösung sein?Ersetzt so ein Adapter die Funktionalität eines Modems? (Wenn ich ein echtes Modem bräuchte, hier liegen einige davon nutzlos herum:lol:)

  • 0))((0 ich versehe nur "Bahnhof", handelt es sich vielleicht um ein Motorrad aus den 20ziger Jahren

  • Die 20er Jahre sind genau jetzt. ;-)


    Hier geht's um ein älteres Blockheizkraftwerk. Das ist ein Verbrennungsmotor, z.B.aus dem Smart oder einer ST1100, der einen Stromgenerator antreibt und dessen Abwärme für Heizzwecke genutzt wird. Lange vor dem Internet of Things (IoT) war es bereits üblich, dass komplexe Geräte über einen Internetanschluss verfügt haben, über den sich ein externer Techniker remote einwählen konnte, um Steuerungsdaten, Sensordaten, Logfiles etc. zu sichten, um so Fehlerdiagnosen vorab durchzuführen oder kleinere Störungen remote zu beheben. Der wusste im Idealfall also von zuhause schon, was defekt ist, welches Werkzeug und welche Ersatzteile er einpacken musste und wie lange die Reparatur voraussichtlich dauern wird.


    Früher hat man dazu türilüh Akustikkoppler oder Modems mit 9.600 Baud verwendet, heute geht das alles etwas flotter, und die alte Infrastruktur wurde eingestampft. Genau das ist hier das Problem.


    Oisklaa? ;-)

  • und wenn diese Ferndiagnose seinen Dienst quittiert und Fehler per Hand und Wissen gelöst werden sollen, und vor Ort noch nicht mal eine Internetverbindung möglich ist, wird es schwierig mit den Fachleuten. :-?

  • Wir schweifen grad ein bisschen vom Thema ab, ohne dass bereits auf das Anliegen des TO eingegangen worden wäre. Aber dennoch:


    Wenn die Ferndiagnose nicht möglich ist, muss der Techniker eben -old style- erst herkommen, gucken was kaputt ist, wieder heimfahren, das benötigte Ersatzteil einladen oder bestellen und warten, bis es geliefert wird, dann einladen und wieder herkommen und die Reparatur durchführen. Was ist daran besser? Der Techniker schon mal nicht, denn das ist ein und der selbe. Er hat nur im zweiten Fall sehr viel mehr Zeit vertrödelt mit Nichttechnischem, mit Autofahren und Termine koordinieren. Zeit, die er in Rechnung stellen und die der Kunde bezahlen muss.


    Heute schreibt das Sägewerk in Kanada oder Brasilien selbsttätig eine E-mail ans Herstellerwerk im Schwarzwald, um mitzuteilen, dass das rechte Lager der Spindelwelle gerade ungewöhnlich warm ist und wohl innerhalb der nächsten drei Wochen ausfallen wird.

    That's IoT!

  • ...

    Hat das schon mal jemand hier realisiert, bzw. könnte ein seriell-Ethernet Adapter eine Lösung sein?Ersetzt so ein Adapter die Funktionalität eines Modems? (Wenn ich ein echtes Modem bräuchte, hier liegen einige davon nutzlos herum:lol:)

    Habe ich noch nicht gemacht und ich bin auf dem Gebiet auch alles andere als sattelfest. Ein Modem brauchst du jedoch mit Sicherheit nicht, denn das benötigt ja am anderen Ende diesen Dial-up-Server, den es nicht mehr gibt.


    Der Adapter ersetzt nicht die Funktion eines Modems, sondern verpackt die RS232-Signale, die das Modem früher in die Leitung getutet hat, in TCP/IP-Pakete und schickt sie ins Netz.

    Auf dieser Ebene, der Ebene der reinen Signalübertragung, sollte dein Vorhaben also problemlos funktionieren. Die Frage ist nur, welche Art von Verbindung da aufgebaut wird. Sofern sich die Gegenseite nur via Telnet o.ä. bei dir einloggen will, um sich umzugucken, sollte dies ohne Weiteres möglich sein. Wenn jedoch automatisiert irgendwelche Statusabfragen, Diagnoseprogramme u. dgl. ablaufen sollen, dann müsste all das, also die aktuellen Software-Tools der Gegenseite, noch kompatibel zu deinem Gerät sein. Das halte ich nicht für sonderlich wahrscheinlich, aber fragen kostet nichts.

  • Ich hatte Zeit und Lust mich schlauzumachen:lol:

    Also so mit einem seriell/Ethernet Adapter ist es leider nicht getan.Das wäre ja zu einfach.


    Lösung a) wir kaufen und lassen einen Upgradekit installieren (Neue Dichtungen, neue Ventile, Kurbelwelle wird neu gewuchtet etcetc + viel Elektronik (Also quasi kernsaniert)) für einen dementsprechenden Obolus und binden uns vertraglich fest an die Firma Senertec (5 Jahre WV-Vertrag zu deren Konditionen) und unser jetziger technischer Dienst ist raus und wissen dann aktuell (Siehe BOSE-Lautsprecher) nicht, ob in 5 Jahren noch der Onlinezugang funktioniert (Wie bisher...) der technische Dienst kann dann ohne CAN-Bus Diagnose dann auch nicht mehr viel machen.

    Die bisherige Funktion war dass unser technischer Dienst sich bei der Firma Senertec "eingewählt" hat und die über deren Dialupserver (viele viele Modeme in einem 19z Einbaurack) die Kunden-BHKW angerufen und eingeloggt haben. In Zukunft findet sollte dann via Internet eine direkte VPN-Verbindung über einen Server von Senertec stattfinden. Ich habe dann keinerlei Kontrolle mehr über meine bezahlten Geräte, und noch dazu bohrt sich da jemand von außen über mein Netzwerk in rein...ist ja nur ein Netzwerkkabel zum nächstgelegenen Switch (Im Keller bei Datengrab). Jetzt überlegen wir was wir tun...den ob sich zu unserer Restlaufzeit das BHKW noch bezahlt macht ist diskussionswürdig (Immerhin werde ich ja auch schon 58), das alte war durch die Stromproduktion nach 9 Jahren abbezahlt. Aber alleine der Upradekit kostet ja schon 12k und die Handwerkerkosten sind da noch nicht dabei....Und die meisten weihgoldschen Männer haben vor dem 70sten die Radieschen von unten betrachtet:roll:


    Alles nicht so einfach...nein und komm mir keiner mit Wärmepumpe.Für ein neues Haus ja, weil da völlig anderen Bedingungen herrschen, und das fängt schon mit der Erdanschlussleitung (heute 42mm'2) an und hört mit der hier noch in Teilbereichen verbauten "klassischen Nullung" nicht auf. Und Glasfaser liegt sinnigerweise auf der anderen Straßenseite goilGOO

  • ... ob sich zu unserer Restlaufzeit das BHKW noch bezahlt macht ist diskussionswürdig (Immerhin werde ich ja auch schon 58), ...

    ... die meisten weihgoldschen Männer haben vor dem 70sten die Radieschen von unten betrachtet:roll:

    Sei da ma nicht so pessimistisch. Du bist immerhin ein modellgepflegtes Exemplar! GOO