Kill-Schalter (Not-Aus-Schalter)

  • Hallo,


    meine wollte jetzt mehrmals nicht anspringen ohne einen Mucks von sich zu geben. Meine ersten Verdächtigen waren der Seitenständer und der Kill-Schalter. Der Seitenständer hat eine eigene Kontrollleuchte, damit kann man ihn ausschließen. Am Kill-Schalter habe ich dann mehrfach hin- und hergeschaltet, und dann Zündung aus und wieder an, und dann lief sie auch wieder. Scheint aber ein Problempunkt zu sein.


    Ich habe eine NTV 650 mit den gleichen Schaltern, 30 Jahre alt, da habe ich damit noch keine Probleme gehabt.


    Gibt es einen Tip außer aufschrauben, reinigen, schmieren ?


    Gruß Tilmann

  • Mein 'Tipp wäre zunächst mal alle die Stromzu- und -abfuhr des Killschalters betreffenden Steckverbindungen zu öffnen und dort mal nachzuschauen (Stichworte Oxidation, lose Klemmung).

    Erst wenn sich dort nichts findet würde ich die die rechte Armatur mit Killschalter aufschrauben, reinigen und untersuchen, ggf. reparieren und dann schmieren.

    Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit einer VFR. Deren Schalter müssten ähnlich, wenn nicht gleich sein.

    Dort war am Killschalter innen tatsächlich ein Kabel an einem Lötpunkt ab. Alles penibel gereinigt, ein/zwei Millimeter Kabel abgeschnitten (so dass das Kabel frisch und sauber, aber noch lang genug war), neu verlötet und danach war alles wieder gut.

  • Vielleicht zunächst Killschalter mal mit Kontakt Chemie 60+ einsprühen. Hat bei mir zumindest geholfen. Auf keinen Fall WD 40 nehmen!

    Gruß aus dem westlichen Münsterland
    Berthold

  • Gibt es einen Tip außer aufschrauben, reinigen, schmieren ?


    Gruß Tilmann

    Das ist auf jeden Fall der schnellste Weg. Alternativ kannst du auch die Tankattrappe abnehmen und vorm Luftfilter die Steckverbindung zur rechten Lenkerarmatur trennen. Dort gibt es ein schwarz-weiß- und ein schwarz-gelb-getigertes Kabel, zwischen denen sich der Widerstand von unendlich auf 0 ändern muss, wenn der Not-ausschalter betätigt wird. Und wenn dem nicht so ist, dann schraubst du eben dann den Schalter auseinander. :mrgreen:


    Seitenständer, Leerlaufschalter, lean angle sensor und natürlich auch das Zündschloss legen übrigens alle auch den Anlasser lahm. Not-aus ist der einzige Schalter, der ausschließlich den Zündstrom kappt.


    Bei meiner war beim Kauf übrigens der Umblendschalter erratisch. Der hat öfters mal den Scheinwerfer komplett ausgeschaltet. :shock: Kann man zwar nicht tolerieren, aber einem 30 Jahre alten Mopped auch nicht wirklich zum Vorwurf machen. Eine Kriechölbehandlung hat das Thema bis jetzt aus der Welt geschafft.

  • .......

    Seitenständer, Leerlaufschalter, lean angle sensor und natürlich auch das Zündschloss legen übrigens alle auch den Anlasser lahm. Not-aus ist der einzige Schalter, der ausschließlich den Zündstrom kappt.

    ......

    Jein☺️

    Kommt auf's Baujahr an.

    Bei den ersten killt der Killschalter nur den Zündstrom

    Ab Bj96, killt der Killschalter alles, auch den Anlasser

  • :-?

    Ich alter weißer Mann. Alles nach Bj. 92 ist für mich neumodischer Kram!

    ;-)

  • Also ich habe mal die beiden Schrauben der Schalter-Armator geöffnet, erst mit Bremsenreiniger kräftig reingespüht, mit Kompressor ausgeblasen, und dann sehr satt mit Fahrrad-Kettenspray (meinem Universalschmierstoff) eingespüht.


    Die ersten 100 km ohne Probleme.

  • Ist das Fahrrad-Kettenspray auch elektrisch leitend?

    Wenn nicht könnte es sein, dass das Problem Dich als wieder einholt.

    Auf die Kontaktplatte, wo die Feder die Kugel aufdrückt, sollte - wie schon gesagt wurde - besser Kontakt60 drauf statt Schmierstoff.
    Ich drücke Dir dennoch die Daumen dass es hält.

  • ...und dann sehr satt mit Fahrrad-Kettenspray (meinem Universalschmierstoff) eingespüht.

    Das ist jetzt nicht gerade das, was ich unter Kontaktspray verstehe. 0))((0

    Falls du Fahrradschrauber bist: Brunox Fork Deo wäre geeigneter gewesen. Riecht außerdem besser als jedes Männerparfüm. (Und ein Motorradkettenspray hält am Fahrrad mindestens 10 mal so lang wie ein Fahrradmittelchen. Aber das nur am Rande.)

    Wenn's funzt ist ja alles gut. Wenn's jedoch bald wieder Schwierigkeiten gibt, dann blase das Kettenfett mit Bremsenreiniger wieder raus und sprüh was geeigneteres rein. Du willst ja nicht isolieren zwischen den Kontaktflächen, sondern eine widerstandsarme elektrische Verbindung herstellen.

  • Seit ungefähr 40 Jahren schmiere ich alles mögliche das man nicht damit schmieren soll mit Motorrad-Kettenspray: Schließzylinder, Kfz-Elektrik, ...


    Theoretisch finde ich die Frage berechtigt ob der Schmierstoff leitet - was er natürlich nicht tut - aber die Erfahrung lehrt mich daß das bei Schaltkontakten kein Problem ist, dafür ist aber der Korrosiosschutz wertvoll.


    Und Fahrrad-Kettenspray ist halt etwas dünner.


    Wenn eine Schmierstelle mit Motorrad-Kettenspray und Schmutz dann noch mal zu pampig wird (Stützen vom Wohnwagen): Balistol hinterher, das löst wieder.


    Wer gut schmiert, der gut fährt (wie in der Politik).

  • Jau Tilmann, aber es gibt Leuts die ihre Kontakte an einer Autobakterie mit Polfett einstreichen und danach die Klemme überwerfen und festziehen. Ja nee, festziehen und dann einpinseln wäre die richtige Reihenfolge gewesen. Mein Nachbar pflegt einmal im Jahr seine Oldtimer Batterie auf die falsche Reihenfolge und wundert sich über den Belag an den Klemmen. Du bist vom Fach und solltest Übergangswiderstände zu vermeiden wissen.

    Gruß, Hannes

    Der Weg sei das Ziel;
    Das Ziel ist im Weg;
    Weg mit dem Ziel!

  • Also ich habe mal die beiden Schrauben der Schalter-Armator geöffnet, erst mit Bremsenreiniger kräftig reingespüht, mit Kompressor ausgeblasen, und dann sehr satt mit Fahrrad-Kettenspray (meinem Universalschmierstoff) eingespüht.


    Seit ungefähr 40 Jahren schmiere ich alles mögliche das man nicht damit schmieren soll mit Motorrad-Kettenspray: Schließzylinder, Kfz-Elektrik, ...

    Hallo, Tilmann,


    an meinem Mehrfamilienhaus drehte urplötzlich der Profil-Schließzylinder an der Hauseingangstüre durch. Von außen war ein Öffnen nicht mehr möglich. Absolut der Hit bei einer Schließanlage mit fast 20 Schlüsselinhabern, von denen einige spät abends oder nachts zu unregelmäßigen Zeiten nach Hause kommen und ins Haus gelangen wollen. Bei der spontanen Überlegung nach schneller Abhilfe und Lösung des Problems fielen mir Deine beiden genannten Zitate in Kombination ein. Da das Schloss, wie erwähnt, nicht mehr funktionierte, dachte ich mir: "Kaputtmachen kannst ja sowieso nichts mehr" und hab´ einen Versuch gestartet: Das ausgebaute Schloss durch die Schlüsselöffnung mehrfach mit Bremsenreiniger geflutet, mit dem Schlüssel Verunreinigungen herausgezogen, wieder geflutet und mit der Öffnung nach unten seitlich gegen einen Holzklotz den Schmodder und den Bremsenreiniger ausgeklopft. Das ganze mehrfach.


    Ergebnis: Der Schließzylinder funktioniert wieder zuverlässig. Was bin ich froh :!::!::!:


    Ich sende Dir meinen allerherzlichsten Dank für diesen genialen Tipp. Er hat mir sehr geholfen und mein Kopfzerbrechen und Grübeln über die akut erforderliche rasche Problemlösung beendet. =dank= :M)

    Ich würde mich glücklich schätzen, wenn ich mich eines Tages bei Dir dafür revanchieren könnte.


    Bis dann alles Gute, die allerbeste Zeit und ein glückliches und erfülltes Leben wünsche ich Dir.


    Es grüßt Dich der dank Dir wieder entspannte Thomas

    Kolbenklemmer und Plattfuß :!: GOO
    Gruß
    Thomas


    Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine völlig unmaßgebliche höchst persönliche subjektive Äußerung meinerseits im Rahmen des mir verfassungsgemäß garantierten Rechts auf Meinungsfreiheit. Jegliche Verantwortlichkeit bzw. Haftung dafür lehne ich ab.