Pkw-Akku mit geringer Selbstentladung – Erfahrungen/Empfehlungen?

  • Hallo, Forumisti,


    in meinem Fuhrpark habe ich auch Fahrzeuge, die ich überwiegend für spezielle Einsatzzwecke verwende.


    So kommt es vor, dass Fahrzeuge wochen- oder sogar monatelang unbenutzt stehen.


    Bei Zweirädern habe ich die Erfahrung gemacht, dass YUASA-Akkus aufgrund sehr geringer Selbstentladung damit am besten klarkommen. Soll heißen: Selbst nach monatelanger Standzeit starten sie den jeweiligen Motor anstandslos, ohne nachgeladen worden zu sein.


    Bei meinen mehrspurigen Fahrzeugen habe ich schon allerhand verschiedene Fabrikate an Akkus ausprobiert, auch Testsiegermodelle von verschiedenen Tests über die Jahre. Aber ich habe immer noch nicht einen Akku mit geringer Selbstentladung, vergleichbar dem YUASA bei Zweirädern, herausgefunden. Und aktuell stehen wegen Totalausfällen wieder mehrere Beschaffungen an.


    Hat jemand dazu eigene Erfahrungen/Empfehlungen?


    Sachdienliche Beiträge wären mir sehr willkommen. Ich sag´ schon ´mal =dank= .

    Kolbenklemmer und Plattfuß :!: GOO
    Gruß
    Thomas


    Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine völlig unmaßgebliche höchst persönliche subjektive Äußerung meinerseits im Rahmen des mir verfassungsgemäß garantierten Rechts auf Meinungsfreiheit. Jegliche Verantwortlichkeit bzw. Haftung dafür lehne ich ab.

  • Ist das bei deinen Fahrzeugen tatsächlich eine Frage der Selbstentladung (je nach Blei Batt bis 10% im Monat, Winter weniger, Sommer mehr) oder ist das eine Frage der Ruheströme der Fahrzeuge.


    Bei erstem wirst du nicht viel verändern können (AGM wäre besser als Blei-Säure) bei zweitem solltest du über einen Natoknochen nachdenken, wobei nicht jedes moderne Elektronik das ganze mag..... (evtl. eine Solartasche im Fahrzeug zwecks Nachladung installieren, wenn die Fahrzeuge draußen stehen)

    Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.

  • Hi Thomas, als erstes kann man ein Motorrad nicht einfach mal so mit einem PKW vergleichen, da kommt es auf das Bj. an ob eine AGM Batterie bzw normale Blei-Säure Batterie verbaut ist.

    Als erstes nachschauen in den Papieren was dein Fz überhaupt für eine Batterie braucht, denn in FZ , ich sag jetzt mal ab 2010 wurden AGM Batterien (recht teuer) verbaut, die können einfach mehr als die normalen Blei-Säure Batterien, das kann man sich auch ganz einfach vorstellen, ein Golf 3 hatte zB ein Steuergerät für die Zündung und Einspritzung, ein Golf 7 zB hat schon bei Standart-Ausstattung ca 70 Seuergeräte, das schaft eine Blei-Säure B. nicht in allen Sittuationen (zB Start-Stopp), deshalb sind AGM-Batterien verbaut.

    Die Lebensdauer einer AGM liegt ca zwischen 4-5 Jahren ( habe aber auch schon welche gehabt, die weitaus länger gehalten haben), da alle Steuergeräte zwar nach abschliesen des FZ in den sogenannten Schlafmodus fallen, verbrauchen sie aber trotzdem minimal was, um die haltbarkeit einer Batterie zu verlängern, ist es ratsam Stromerhaltungsgeräte anzuschliessen, wenn FZ länger stehen, da sonst es passieren kann, das sich eine Batterie tiefenentläd, wo man sie auch nur mit glück und speziellen Ladegeräten wieder erwecken kann, bzw mit einer heilen Batterie zusammen anschliesst und ladet.

    Ich selber habe mit Varta die besten Erfahrungen gemacht, aber auch bei Varta muss man aufpassen, denn seitdem der Amerikaner Varta aufgekauft hat, ist nicht jede Varta wo es drauf steht auch eine richtige Varta drin.

    Aber egal welchen Hersteller du auch nimmst, achte darauf was für eine Batterie in dem jeweiligen FZ reingehört, AGM oder Blei-Säure B.

    Und wenn du die Batterie einfach nur abklemmst, kann es passieren, das danach nicht nur dein Radio Cod weg ist, sondern auch einige Steuergeräte wieder neu angepasst werden müssen, bzw auch der Fehlerspeicher ( Fehlereintrag Spannungsverlust) gelöscht werden muss.

    Ist immer mit Kosten verbunden, die auch sehr teuer werden können, wenn Steuergeräte zB vielleicht sogar neu kalibriert werden müssen.


    Gruss Ralph

  • Hallo Thomas,


    Radio Eriwan - kommt darauf an wie alt dein KFZ ist. Der Vorschlag von Manfred ("..Natoknochen..") unterbricht die Stromversorgung vollständig. Besser als jede Selbstentladung. Und gleichzeitig auch ne mechanische Wegfahrsperre den nicht jeder Lump hat einen Natoknochen dabei :lol: Und AUS bedeutet dann zwingend "AUS",nicht noch so halblebendig wie CAN...der eigentlch m.m.n. nur schläft.


    Hat dein KFZ Can-Bus könnte die! verbaute Elektronik Probleme machen - bis hin zu defekten Steuergeräten, was DU nicht haben möchtest (Dein Händler schon-%-) Zumindest geht oft die Wegfahrsperre rein, weil deine Karre meint "geklaut" zu sein...Bei manchen reicht der Ersatzschlüssel, bei manchen muss der Lappi ran :-?

    Da hilft dann, wie bei Wohnmobilisten öfter üblich, eine kleine Solarzelle die eine "Erhaltungsladung" liefern kann solange das KFZ nicht bewegt wird und du es draussen stehen hast. Setzt aber kleinere Installationsarbeitebn voraus, du solltest wissen wo +oder- hingehören. Und auch tricky wenn du noch nen Ladebooster oder ne 2.Bakterie verbaut hast (Gibt es öfter bei Wohnmobilien) Achja, und bei E6 oder besser könnte es noch mit der Schadstoffklasse Probleme geben (Siehe Sprinterforum, geregelte Lichtmaschine und Ladebooster vertragen sich nicht so prall ABER geregelte Lima ist bei E6 oder besser zwingendeVorschrift...) also besser so verzwenglen daß du es rückstandsfrei fürn TÜV wegbekommst...

  • Hannes, Manfred, Ralph und Jochen:

    Dank Eurer Beiträge bin ich nun schlauer als zuvor. Dafür bedanke ich mich.


    Dass YUASA u. a. auch Akkumulatoren für mehrspurige Fahrzeuge herstellt, wusste ich nicht. Hab´ ich noch nie gesehen.


    Mit mehrspurigen Fahrzeugen mit dem modernen Schnickschnack habe ich keine Erfahrung. Mein „modernstes“ mehrspuriges Fahrzeug ist Baujahr 2007. Mein antiquiertestes Baujahr 1982.


    Nicht alle der Fahrzeuge stehen im Freien.


    Das Alter der Fahrzeuge, die jetzt Ersatz an Akkus brauchen, ist auch der Grund, warum ich dafür nicht mehr zu höherpreisigen Experimenten bereit bin, weil ich an deren Ende die Fahrzeuge wahrscheinlich längst ersetzt habe und deshalb keinen Erkenntnisgewinn erreichen werde. Deswegen tendiere ich jetzt zu preiswertem Ersatz.


    Ein moderneres Fahrzeug anzuschaffen, erwäge ich frühestens nächstes Jahr – mit Start/Stopp-Automatik usw. Dann schau ´n mer ´mol.


    Und so behalte ich eben meine seither geübte Praxis bei und schlendere mit Multimeter und Ladegerät bewaffnet über die Grundstücke, messe und lade bei Bedarf eben. Mein Leibarzt hat mir sowieso Bewegung verordnet. -%- :mrgreen:


    Falls doch noch jemand einen Pkw-Akku mit geringer Selbstentladung weiß und mitteilen möchte: Sehr gerne.


    Die beste Erfahrung, was geringe Selbstentladung bei Pkws anbelangt, habe ich bisher mit einem Exide-Akku gemacht. Allerdings für meine anspruchsvollen Ansprüche auch nicht zufriedenstellend.

    Kolbenklemmer und Plattfuß :!: GOO
    Gruß
    Thomas


    Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine völlig unmaßgebliche höchst persönliche subjektive Äußerung meinerseits im Rahmen des mir verfassungsgemäß garantierten Rechts auf Meinungsfreiheit. Jegliche Verantwortlichkeit bzw. Haftung dafür lehne ich ab.

  • Einfach auf AGM Batterien umrüsten plus Natoknochen - fertig.


    Die ganzen Erhaltungslader killen die Batterien eher (Fahrzeug springt tadellos an und die Batterie stirbt kurz danach)

  • Hallo Thomas,


    wäre vieleicht auch eine Überlegung wert. Ich hab mir eine etwas kleinere Ausführung schon vor 2 Jahren zugelegt und bisher hat sie getan was ich von ihr wollte.


    https://www.techstage.de/ratge…7-tage-news.teaser.teaser


    Gibts immerhin für bis zu 8l Hubraum....da müsste man eigentlich alles mit fremdstarten können, ausser LKW's. Und klein genug sind manche Varianten daß du sie problemlos mit dir mitnehmen kannst im Tankrucksack/Seitenkoffer oder unterm Arm. Und daheim wirst ja Strom zum laden haben - nach 3 Stunden voll - könnte man immer noch mittags zum Cafe wegfahren.

  • Ich habe so ein Ding seit Jahren und öfters Stathilfe geliefert, einmal sogar bei -10 Grad einen alten Hannomag-Traktor zum Leben erweckt. Man staunt, was diese kleinen unscheinbaren Zigarrenkisten kurzfristig an Startstrom liefern können.

  • Ich hab mir letztes Jahr ein Kraftpaket geholt.

    Reicht bis 8l Hubraum.

    Hab die bei mir am Lkw an den kühlaggregaten eingesetzt.

    Für 25m Seilwinde mit 5 PS war sie zum Ende etwas überfordert..

    Und vor 2 Wochen an der GW

    Funzt tadellos.. 🤭

  • wir haben in jedem Auto im Winter so ein Teil liegen... Und im Sommer in den Goldwings.

    Auf der Pan hat es leider keinen Platz (und braucht es auch nicht - Batterie kann ja nicht mit Radio entleert werden...)

  • Nachdem ich zum letzten Mal am 26. Oktober getankt habe und von da an bis zum Jahresende tatsächlich noch 66 Kilometer gefahren bin und in 2021 noch gar nicht, wollte ich am 19.02. Unterlagen aus dem Wagen holen. Auf`s Knöpchen gedrückt und ..... Null! Nichts, keinen Mucks. Fahrertür per Schlüssel aufgeschlossen, um die Motorhaube zu öffnen. Multimeter an die Batterie; = 4,4 V , also tiefentladen. Mal wieder! :twisted: Uralt Ladegerät dran und bis auf ~ 11,...V geladen. Das Uraltgerät gegen Louis SAITO ProCharger XL getauscht und schon war die Batterie nach ca. 40 Stunden wieder voll. Gestern dann das erste Mal in diesem Jahr die Kiste wieder bewegt. Da ich hier von wundersamen "Zigarrenkisten" gelesen habe, habe ich mir so`n Teil auch angeschafft. Mal sehen, wann ich es das erste Mal brauche.

    Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie in so einer kleinen Kiste soviel Energie stecken soll. Mit 5 V 3 A laden, aber 12 V 1000 A stecken drin. Wie geht das? IMG_20210223_202419.jpgIMG_20210223_202348.jpg

    Wer seine Augen nicht braucht um zu sehen, der wird sie brauchen um zu weinen.


    Jean Paul (1763-1825)